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Gesundes Wohnen auch für Mieter

Auch der Mieter hat ein Anrecht auf Wohnqualität – nicht nur der Einfamilienhaus-Besitzer. Dieser Meinung sind Anton und Christoph Frommelt von der Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG. Deshalb setzen sie sich auch seit mehr als sieben Jahren für den mehrgeschossigen Holzbau ein.

Herr Frommelt, welchen Stellenwert hat der mehrgeschossige Holzbau in der Region?

Christoph In Liechtenstein entwickelt sich ein starker Trend zum mehrgeschossigen Holzbau. Der Holzbau an sich erlebte in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung, daraus resultierten auch immer höhere Holzgebäude. Nun scheint die Zeit auch für Holzhäuser mit bis zu sechs Stockwerken gekommen zu sein.

Wie erklären Sie sich diese Aufbruchstimmung in einer Branche, welche eher mit Tradition, als mit moderner Innovation, in Verbindung gebracht wird?

Christoph Frommelt

Christoph Auch früher war schon eine solche Aufbruchstimmung spürbar. Zeugnisse dieser Pionierleistungen sind heute noch zu betrachten. Nehmen wir das Beispiel vor unserer Haustüre, der Alten Rheinbrücke in Vaduz. Die damaligen Konstrukteure hatten weder das Wissen noch das Material, das wir heute besitzen. Trotzdem haben sie eine der grössten baulichen Herausforderungen dieser Zeit aus Holz konstruiert. Und die Brücke trotzt heute noch fast unverändert jedem Hochwasser. Aber Sie haben Recht, zu lange hat man nicht mehr mit der letzten Konsequenz an das Material Holz geglaubt.

Wann kam die Wende?

Christoph Vier wichtige Punkte haben diese schnelle und erfreuliche Entwicklung herbeigeführt: Es wurde intensiv Forschung betrieben und daraus neue Erkenntnisse in Bezug auf das Material und den Werkstoff Holz gewonnen. Die Ausbildung wurde gefördert, beispielsweise mit der neuen Hochschulausbildung zum Holzbauingenieur. Aber auch die einzelnen Betriebe haben in neue und grossformatigere Produktionsmöglichkeiten investiert. Und zu guter Letzt hat das stärker gewordene ökologische Bewusstsein der Bevölkerung die Nachfrage nach Holz als gut dämmender und CO2 neutraler Rohstoff massiv gesteigert.

Wenn man an ein Holzhaus denkt, kommen einem auch automatisch Bedenken bezüglich Brandgefahren? Ist dies nur ein Vorurteil?

Anton Frommelt

Anton Ja, dies ist ein Vorurteil, welches leider auch heute noch sehr stark in den Köpfen einiger Menschen verwurzelt ist. Fakt ist aber, dass Versuche beweisen, dass der Baustoff Holz anderen Materialien wie Beton und Stahl in punkto Brandverhalten in nichts nachsteht. Voraussetzung hierfür ist natürlich der richtige Umgang mit Holz. Hier kommt der eben schon erwähnte Beruf des Holzbauingenieurs zum Tragen. In den letzten Jahrzehnten kamen gut ausgebildete junge Leute in die Branche, welche heute den modernen Holzbau prägen. Holz ist ein brennender Rohstoff, der sich im Brandfall sehr gutmütig verhält. Dass Holz bei einem Brand keine giftigen Gase entstehen lässt, ist wesentlich für den Schutz der Bewohner bei einem Hausbrand. Diese positiven Eigenschaften haben auch zur Überarbeitung der Brandschutznorm für den Holzbau geführt, welche neu ein sechsgeschossiges Wohngebäude aus Holz zulässt. Die Rehabilitierung von Holz im Bezug auf Brandschutz ist bei Experten schon lange geschehen. Nun gilt es das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit wieder zu gewinnen.

Gibt es noch weitere Punkte, die für einen guten Holzbau wichtig sind?

Anton Jedes Baumaterial hat seine eigenen spezifischen Eigenschaften, so auch Holz als lebendiger Rohstoff. Ein Planungs- und Ausführungsteam muss das Baumaterial Holz verstehen und über reichlich Erfahrung verfügen. Ein bekannter Holzbauingenieur hat einmal gesagt: «Wer nicht das Handwerk der Holzbearbeitung erlernt hat, wird diesen Baustoff nie begreifen und kann mit ihm auch nicht konstruieren».

Christoph Wenn wir in die Region schauen, so hat der Holzbau in den letzten Jahren nicht nur in der Menge zugenommen, sondern auch qualitativ gewonnen. Einerseits in der statischen Konstruktion, andererseits hat sich Holz aber vor allem in den Bereichen Schallschutz und Bauphysik durch intensive Forschung stark weiterentwickelt. Dies belegt auch die heutige Marktführerschaft der Holzbranche im Bereich Passiv-Minergiebau. Hier hat der Holzbau Pionierarbeit geleistet und neue technische Entwicklungen vorangetrieben.

Was macht den Holzbau so speziell?

Anton Erstens ist Holz ein sehr ökologischer Baustoff, der meistens noch in unseren eigenen Wäldern wächst. Zudem hat ein Architekt durch die Grundeigenschaften von Holz eine hohe gestalterische Freiheit und baut auch noch mit dem Baustoff der regionalen Tradition. Schlussendlich kann sich dann der Bewohner durch die guten Dämmeigenschaften des Werkstoffes über eine unerreichte Wohnatmosphäre und ein angenehmes, gesundes Klima erfreuen.

Warum steht es denn nicht schon lange, das Hochhaus aus Holz?

Christoph Ich denke, es braucht so was wie ein Tropfen, einen Impuls, der die Ära der Holzhochhäuser einleitet. Solange es noch kein Holzhochhaus gibt, können wir den Leuten auch nicht beweisen, dass es sich lohnt, ein solches zu bauen.

Anton Ich glaube auch, dass es eine Frage der Zeit ist, bis sich ein Architekt oder ein Investor an ein solches wagt. Wenn wir sehen, dass im Ausland immer höhere und grössere Holzgebäude entstehen und diese bei Mietern und Investoren Anklang finden, dann können wir davon ausgehen, dass das Holzhochhaus auch in der Region nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, zumal sich Architekten, aber auch Firmen oder Banken durch so ein innovatives Gebäude profilieren könnten.

Christoph Im Kanton Zug wurde ein mehrgeschossiges Hochhaus als reine Holzkonstruktion erstellt. Eine Umfrage unter den Mietern ergab, dass sich der überwältigende Teil der Mieter im Holzbau behaglich und sicher fühlt. Die unüblich hohe Rücklaufquote von 75% der versandten Fragebogen zeigt auch, dass Mieter nicht nur zufrieden, sondern schlichtweg begeistert vom Wohnen in Holz sind.

Der mehrgeschossige Holzbau ist das derzeit spannendste Thema der Baubranche
Der mehrgeschossige Holzbau ist das derzeit spannendste Thema der Baubranche

Arbeiten wie das Holzhochhausprojekt von Morger & Degelo Architekten für die ETH-Studie «Holz im Hochhausbau» belegen dies