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«Ein gesundes Arbeitsklima hat erste Priorität»

Die Ärzte

Egon Matt und Pepo Frick

Mit ihrem Ärztehaus aus Holz in Mauren haben Pepo Frick und Egon Matt zusammen mit ihren Architekten einen Meilenstein im Holzbau gesetzt: Sie haben im Land als erste Liechtensteiner ein mehrgeschossiges Holzgeschäftshaus gebaut. Dabei ging es Frick und Matt nicht um den Pionierstatus; vielmehr war ihr Ziel, die Realisation eines gesunden Arbeitsplatzes, der auf ihrer ökologisch bewussten Lebensgestaltung basiert.

 

«Über mich erzählte man, ich würde eine afrikanische Hütte ins Dorf stellen»

«Über mich erzählte man, ich würde eine afrikanische Hütte ins Dorf stellen», fällt ihm Matt lachend ins Wort. Frisch zurück von seinem Auslandaufenthalt in Sierra Leone, Afrika, hat Matt sein Holzhaus mit Lehm verputzt. Eine Praktik, die heute gang und gäbe ist, damals aber für heftige Diskussionen sorgte. «Als wir schliesslich 1998 mit dem Bau unseres Geschäftshauses begannen, fragten mich die Leute, ob ich nun noch eine Scheune zum Haus bauen würde», erzählt Matt weiter. Ein Unterfangen, dem wenig Erfolg prophezeit wurde. Man riet den beiden Ärzten davon ab, sich an ein Holzhaus dieser Grösse zu wagen.

Gesundes Leben und Arbeiten

«Wer gesund für sich und seine Familie bauen will, hat sich aus medizinischer Sicht mit einem Holzhaus richtig entschieden»

Darauf angesprochen, ob sie ein Haus aus Holz nicht nur aufgrund ihrer persönlichen ökologisch-politischen Gesinnung heraus empfehlen würden, sondern auch aus medizinischer Sicht, war die Antwort der beiden Ärzte ein klares und deutliches Ja: «Wer gesund für sich und seine Familie bauen will, hat sich aus medizinischer Sicht mit einem Holzhaus richtig entschieden», sind beide überzeugt. Wohnbiologie sei heute zu einem wichtigen Thema geworden. «Wir werden in unserem Praxisalltag immer mehr mit Schlafstörungen, Ausschlägen und Allergien konfrontiert. Dabei spielt die Wohn- und Arbeitssituation eine nicht zu vernachlässigende Rolle», so Matt weiter. Nur: Wenn jemand mit solchen Beschwerden den Weg in die Praxis fände, sei es meist schon zu spät. Der Patient habe oft soeben frisch gebaut und leide unter den im Haus verarbeiteten Werkstoffen und der fehlenden Atmungsaktivität des Gebäudes. «Ich habe keine Studien erhoben und ausgewertet, um beweisen zu können, dass ein Holzhaus gesünder ist als beispielsweise ein Massivbau. Mein Gefühl und meine Erfahrung sagen mir jedoch, dass dem so ist», erklärt Frick. Ein Holzhaus sei nicht nur atmungsaktiv, sondern auch strahlenabweisend. Er und Egon hätten den Unterschied nicht nur an sich selbst, sondern auch an ihren Angestellten erlebt. Als sich die Gemeinschaftspraxis noch im alten Postgebäude befand, hätten die Mitarbeiterinnen oft unter Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein gelitten. «Seit wir in unser Holzhaus umgezogen sind, geht es unseren Angestellten viel besser. Die Beschwerden sind wie weggeblasen», berichtet Matt. Als Arbeitgeber trage er die Verantwortung für die Gesundheit der jungen Frauen, die für ihn arbeiten würden. «Für uns hatte ein gesundes Arbeitsklima für die Mitarbeiterinnen erste Priorität», so Matt. «Würde uns ein Patient vor dem Hausbau um einen medizinischen Rat fragen, würde wir ihm zu einem Holzhaus raten», erklären Pepo Frick und Egon Matt unisono.

Pioniere

Das erste mehrgeschossige Holzgebäude Liechtensteins

Pepo Frick und Egon Matt waren Pioniere, als sie 1998 in Mauren mit ihrem Ärztehaus das erste mehrgeschossige Gebäude des Landes bauten. Den beiden Liechtensteinern war damals jedoch vor allem eines bewusst: Sie wollten kein Haus aus Beton, Stein und Stahl. Sowohl Matt wie Frick sind in einem Elternhaus aus Holz gross geworden. «Und während unserer Studienzeit in Basel lebten wir in einer richtig alten Abbruchbude», erinnern sich die beiden schmunzelnd. Zurückgekehrt in die Heimat, zog Frick zusammen mit seiner Familie in eine Vier-Familienhaus-Überbauung aus Holz. Für ihn kam bereits damals kein anderer Baustoff als Holz in Frage. «Wenn ich auswärts in einem Massivbauhaus übernachte, fühle ich mich nie wohl: Ich schlafe nicht gut und schwitze nachts, was mir in einem Holzhaus noch nie passiert ist», erzählt Frick. Seine Erfahrungen mit Beton und Stein waren nicht gut. Hinzu kamen ökologische Bedenken gegenüber einem Massivbau. «Mein Holzbau wurde aus Bäumen der Region gefertigt und kann einmal umweltfreundlich entsorgt werden», erklärt der links-grüne Parlamentarier nicht ohne Stolz. Der Zeit voraus Obwohl Holz der ursprünglichste Baustoff überhaupt ist, wirbelte das klar ökologische Bekenntnis der vier Familien viel Staub auf. Die Grünen Linken hätten sich in ihrer alt-68-iger Kommune verwirklicht, so der allgemeine Tenor. «Man erzählte sich, wir hätten keine Tische und würden alle zusammen am Boden essen», erinnert sich Frick amüsiert. Dabei hätten sie gelebt wie alle anderen Familien auch. «Aber halt in einem Haus aus Holz», so Frick.

Ein Haus, das lebt

«Holz ist der natürlichste Baustoff der Welt»

Egon Matt

Noch gab es zuwenig Referenzprojekte, auf welche die Bauherren hätten zurückgreifen können. Wer auf Kunden angewiesen sei, brauche ein Geschäftshaus mit schöner Fassade, meinte zudem ein Kritiker des Projekts. Holz produziert zum Schutz vor Witterungseinflüssen eine grau-schwarze Patina. «Unsere Fassade wird mit dem Alter auch nicht schöner», wehrte Matt damals und heute noch ab. «Das Haus lebt und wird zusammen mit uns älter. Wie soll ich mit einem Patienten in einem toten, sterilen Haus über Veränderungen reden, die das Leben mit sich bringt?», meint dazu Frick. Das Geschäftshaus habe sozusagen auch einen therapeutischen Zweck. «Wir haben nie das gemacht, was gerade in war. Wir haben immer so gelebt, wie wir es mit uns und unserer Lebensanschauung vereinbaren konnten und nicht so, wie es uns andere vorschreiben wollten», so Frick weiter. Mit diesem Entscheid stehen die beiden umweltverbundenen Bauherren rückblickend als Trendsetter da: Holzbauten sind heute voll im Trend, vor allem auch im Zusammenhang mit dem Energielabel Minergie. Dabei hatten die beiden Ärzte damals überhaupt nicht das Gefühl, sich für einen wahnsinnig futuristischen Bau entschieden zu haben. «Holz ist der natürlichste Baustoff der Welt», so Matt. Alle anderen Baustoffe seien künstliche Entwicklungen der Menschheit.